Verantwortung allen Bürgern gegenüber

PressemitteilungenWohnen27. September 2016

Seligenstadt – Die Bedürfnisse der Menschen im Blick behalten, das möchten die Freien Demokraten mit dem Antrag zur Entwicklung des Gebietes „Südwestlich des Westrings“. Die Metropolregion Frankfurt prosperiert. Diesem Trend kann sich auch Seligenstadt mit seiner Nähe zu Frankfurt nicht entziehen. Folgen sind immer weiter steigende Preise, Wohnungsknappheit und eine stärkere Nachverdichtung. In der Folge sinkt vor allem das Angebot an bezahlbarem Wohnraum für junge Familien.

Wichtig ist es, zu einem ausgewogenen Verhältnis zwischen wünschenswerter örtlicher Landwirtschaft und lebenswertem Wohnraum zu kommen. Hier setzt das Vorgehen der Koalition an:

Entgegen anderslautender Aussagen, wird mit dem Flächennutzungsplan sehr wohl eine Richtung festgelegt. „Durch die Ausweisung des Baugebietes als Wohnungsbaufläche wird der Stadt die erwünschte zukünftige Nutzung vorgegeben“, so Philipp Giel, Sprecher der Liberalen für Stadtentwicklung. Hier befindet sich das letzte nutzbare Gebiet für die erstrebenswerte Weiterentwicklung Seligenstadts.

Die Fortsetzung der Planung des Baugebietes Don-Bosco-Schule lehnt die FDP Fraktion hingegen geschlossen ab. Zum einen wird das dem Kreis Offenbach gehörende Gelände aktuell genutzt, zum anderen ist dort bereits die Verkehrsanbindung mitten durch das Schulgebiet nicht sinnvoll.

Auch will Fraktionsvorsitzende Susanne Schäfer mit dem Mythos der Entwicklungsgesellschaft aufräumen: „Rodgau und andere Kommunen haben hier bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Wir wollen ein transparentes Verfahren und bestmögliche Ergebnisse für die Stadt.“ Die Koalition möchte sich dieser Möglichkeit deshalb bedienen, um gerade nicht einzelnen Grundstückseigentümern ihren Acker zu vergolden und die Erschließungskosten mit Folgekosten auf den Steuerzahler abzuwälzen. „Durch diesen Weitblick unterscheiden wir uns von früherem Vorgehen.“ Zudem soll die Entwicklung des Baugebietes nicht auf einen Schlag, sondern bedarfsorientiert in Abschnitten erfolgen, so Schäfer weiter.

Gegen die Vorwürfe der drohenden Enteignung verwehrt sich die Fraktionsvorsitzende: „Alle Grundstückseigentümer können sich frei entscheiden, ob sie ihr Gelände verkaufen möchten oder nicht.“ Gespräche zeigten, dass viele dieser Möglichkeit gegenüber sehr offen seien. Dennoch sind die Bedenken und Forderungen der Landwirte verständlich. Hier wird die FDP Fraktion den offenen Dialog suchen, um so zu einem bestmöglichen Ausgleich zu kommen.
Besonders verwundert zeigt sich die Fraktionsvorsitzende darüber, dass gerade die Öko-Partei sich der CDU zuliebe gegen die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und den Zuzug junger Familien stellt. Mit dieser rückwärtsgewandten Ansicht können die Probleme von heute nicht bewältigt werden, da sind sich die Liberalen einig.

Die FDP Fraktion hingegen tritt für ein modernes zukunftsorientierendes Seligenstadt ein, welches sich seiner Verantwortung der Region und den Bürgern gegenüber stellt.