Baugebiet „Südwestlich des Westrings“

Pressemitteilungen6. September 2018

Freie Demokraten stehen weiterhin hinter der Entwicklung des neuen Baugebiets „Südwestlich des Westrings“

Die Freien Demokraten in Seligenstadt stehen weiterhin hinter der Entwicklung des neuen Baugebiets „Südwestlich des Westrings“. Die Stadtverordnetenversammlung hatte bekanntlich im Jahr 2016 mit den Stimmen der Koalition aus SPD, FDP und FWS den Startschuss für das neue Baugebiet gegeben. Eine Entwicklungsgesellschaft soll im Auftrag und in enger Abstimmung mit der Stadt Seligenstadt die Bebauungsplanaufstellung, die Baulandumlegung, die Erschließung und die Vermarktung der Grundstücke vornehmen. In dem Baugebiet sollen unterschiedliche Bauformen (Reihen-, Mehrfamilien-, Doppel- und Einfamilienhäuser) nach und nach in Bauabschnitten in moderater Bauweise entstehen. Außerdem sollen Flächen für bezahlbaren Wohnraum und für Infrastruktureinrichtungen sowie Grün- und Ausgleichsflächen vorgesehen werden.

Die zwischenzeitlich vom Obst- und Gartenbauverein geäußerten Bedenken wegen der im geplanten Baugebiet liegenden Streuobstwiesen sollen bei der Entwicklung des Baugebiets berücksichtigt werden.

Das neue Baugebiet wird in Seligenstadt auch dringend benötigt. Die Nachverdichtung ist allgegenwärtig. An allen Ecken Seligenstadts werden Altbebauungen abgerissen, um Platz für Mehrparteien – Wohnanlagen der Oberklasse zu schaffen. Die Preise für Baugrund steigen und Grundstücke werden zu Spekulationsobjekten. Dies hat bereits heute einen erheblichen Verdrängungswettbewerb zu Lasten Jüngerer und Familien zur Folge. Die FDP will dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen und setzt sich daher ausdrücklich für die Schaffung neuen Baulands am Westring ein, insbesondere mit dem Ziel, bedarfsgerecht und gemeinverträglich bezahlbaren Wohnraum für Jüngere und Familien zu schaffen.

Die CDU hat in der Stadtverordnetenversammlung am vergangenen Montag beantragt, den Beschluss aus 2016 über die Entwicklung des Baugebiets „Südwestlich des Westrings“ aufzuheben. Sie lehnt die Entwicklung des Baugebiets ab. Ein Mitglied der CDU Fraktion befürchtete gar eine Überfremdung Seligenstadts durch den Zuzug von Neubürgern. Dieser Antrag wurde mit den Stimmen der Koalition aus SPD, FDP und FWS abgelehnt. „Wenn die CDU in Redebeiträgen vom Verlust von Lebens-und Liebenswürdigkeit Seligenstadts durch Neubürger am Westring spricht, dann hat dies nichts mit verantwortungsvoller Politik zu tun“ so Susanne Schäfer, Fraktionsvorsitzende der FDP. „Lamentieren ohne auch nur ansatzweise etwas Konstruktives zur Lösung eines offensichtlichen Problems beizutragen, scheint bei der CDU leider immer mehr in Mode gekommen zu sein“ bedauert Philipp Giel, Ortsvorsitzender der FDP in Seligenstadt.